v.l.n.r. Vanessa, Salem, Ammar

Ich heiße Vanessa. Salem und Ammar kenne ich seit dem August 2015. Sie waren damals in der Turnhalle der Sophienschule in der Lüerstraße untergebracht. Das ist bei uns nebenan. Meine Freundin, mein Mann und ich wollten helfen und sind einfach hingegangen und haben gefragt, wie wir am besten helfen können. Der Sozialarbeiter vor Ort hat dann ein paar Tage später Salem, Ammar und noch zwei weitere Syrer, Nebal und Fadi zum Abendessen mitgebracht. So haben wir uns kennengelernt. Zu der Zeit konnten wir uns nur mit Händen und Füßen verständigen bzw. der Sozialarbeiter hat übersetzt. Oder wir haben Englisch gesprochen und Nebal hat übersetzt. Von da an haben wir regelmäßig zusammen gekocht. Das waren immer lustige Abende und wir haben uns immer besser kennenlernen können.

Bei der Wohnungssuche haben wir sie unterstützt und als die Sprachschule Sommerferien hatte, haben wir Salem und Ammar ein wenig Deutschunterricht gegeben. Damit sie leichter außerhalb der Deutschkurse mithilfe von Youtube besser deutsch lernen konnten, haben wir Ihnen gebrauchte Laptops besorgt. Die beiden spielen außerdem in verschiedenen Bands. Bei Veranstaltungen zum Thema Intergration und Flüchtlingen haben sie für die musikalische Unterhaltung gesorgt.

Im Moment treffen wir uns ab und an zum Kochen oder Grillen und besprechen Alltagsthemen, z.B. die Frage, was wollen bzw. können die beiden studieren, womit haben sie später gute Jobchancen. Inzwischen brauchen die beiden unsere Hilfe nicht mehr so sehr. Sie haben beide einen Studienplatz, arbeiten in den Semesterferien und haben sowohl syrische als auch deutsche Freunde in ihrem Alter hier in Hannover. Aber wir sind weiterhin in Verbindung, gehen zusammen zu Veranstaltungen oder treffen uns in ganz großer Runde. Denn Nebal und Fadi haben ihre Familie nachholen können und so hat sich unsere Runde von sieben Personen am Anfang auf 14 Personen deutlich vergrößert.